Seide

 

Seide ist eine Eiweißfaser, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Die Raupen spinnen sich darin ein, bevor sie zu Schmetterlingen werden. Ein Drittel des etwa drei Kilometer langen (Endlos-) Fadens pro Kokon kann sauber abgewickelt werden, aus dem Rest wird Bourette- oder Schappseide hergestellt.

Seidengarn wird ausschließlich aus den kurzen Fasern gesponnen. Etwa 78 Seidenfäden werden beim Abwickeln in einem Strang zusammengefasst und später zu Garn gezwirnt. Seide kommt im Aufbau und der Struktur der menschlichen Haut am nächsten.

Alle Eigenschaften der Seide auf einen Blick

Positive Eigenschaften

  • gute Isolationsfähigkeit gegen Wärme und Kälte
  • geeignet für weiche Gewebe mit edlem Glanz
  • geringes Gewicht
  • relativ knitterarm
  • nimmt kaum Geruch und Schmutz an
  • kann bis zu 30% des Eigengewichts an Feuchtigkeit in sich aufnehmen
  • besitzt eine natürliche Elastizität - ein 1 m langer Faden kann um etwa 15 cm gedehnt werden, ohne zu zerreißen
  • sehr feine Fadenstärke: etwa 1,3 dtex (Microfasern haben zum Vergleich unter 1 dtex)
  • nicht anfällig gegen Mottenfraß

 

Negative Eigenschaften

  • Schweiß zersetzt die Seidenfaser mit der Zeit
  • Seide ist nicht pflegeleicht
  • sehr empfindlich gegenüber mechanischen Einflüssen und Färbungen
  • bleicht in der Sonne schnell aus
  • empfindlich gegen Säuren, Laugen und Feuchtigkeit

 

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