Elastanfasern

 

Elastanfasern sind sehr dehnfähig und hoch elastisch. Sie bestehen hauptsächlich aus segmentiertem Polyurethan, einem linear aufgebauten, vernetzten Kunststoff. Unter Zug- bzw. Dehnbeanspruchung kann man sie bis auf das Achtfache ihrer Länge auseinanderziehen. Lässt die Spannung nach, nehmen sie ihre Ausgangslänge sofort wieder ein.

Elastanfäden werden für körpernah getragene Bekleidung verwendet. Im Sport finden sie bei hautengen Trikots, Radlerhosen, Leggings und Bademoden ihren Einsatz. Diese Bekleidung muss dehnbar sein.

Elastanfäden vertragen eine wesentlich höhere Spannung als Gummi, sind aber leichter, feiner, lichtbeständiger, strapazierfähiger und dauerhaft haltbar. Empfindlich zeigen sie sich vor allem gegen hohe Temperaturen und Chlorbleichmittel.

Die für Elastane typische Dehnfähigkeit wird für die meisten Textilien in dem Maße gar nicht benötigt. Deshalb werden sie meist als "Coregarne" eingesetzt: Der Fadenkern aus Elastan wird mit anderen Fasern umwickelt.

Alle Eigenschaften von Elastan auf einen Blick

Positive Eigenschaften

  • Dehnbarkeit bis 800 Prozent
  • höhere Spannbarkeit als Gummi, jedoch niedrigeres Gewicht
  • widerstandsfähig gegen Schweiß
  • mäßige Scheuerfestigkeit
  • gute Zugfestigkeit
  • alterungsbeständig
  • beständig gegen Chemikalien, auch Öle, Fette, Parfüm und Seewasser
  • beständig gegen UV-Strahlen
  • fein ausspinnbar

Negative Eigenschaften

  • wenig hitzebeständig
  • empfindlich gegen Chlorbleiche

 

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