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Baumwolle ist das Samenhaar einer malvenähnlichen, subtropischen Staudenplanze. Sie besteht aus Zellulose. Die Einzelfaser ist bandförmig und hat korkenzieherähnliche Verdrehungen. Diese Verwindungen greifen beim Verspinnen wie Scharniere ineinander und bewirken die gute Haftung der Fasern im Garn.
Baumwolle sorgt durch ihre gute Hautverträglichkeit und den weichen Griff für einen zunächst hohen Tragekomfort. Bei schweißtreibender Betätigung saugt sie die Feuchtigkeit - bis zu 40 Prozent ihres Eigengewichts - auf, kann sie aber nicht so schnell zur Verdunstung abgeben.
Baumwolle trocknet extrem langsam. Die einzelnen Fasern quellen und
die Zwischenräume der Maschen und die Poren im Gewebe schließen
sich, die Luftzirkulation ist unterbrochen.
Faktoren, die Qualitätsmerkmale für eine gute Baumwolle sind:
- Faserfeinheit
- Reinheit
- Festigkeit
- Glanz
- Farbe
- Faserlänge (Stapellänge)
Je länger die Faser ist, desto feiner ist sie und desto feinere Garne können daraus gesponnen werden.
Alle Eigenschaften der Baumwolle auf einen Blick
Positive Eigenschaften
- sehr haltbar
- verfilzt nicht
- sehr strapazierfähig
- sehr reißfest, besonders im nassen Zustand
- nimmt sehr gut Farben an
- lässt sich strahlend weiß bleichen
- fühlt sich angenehm an
- reizt die Haut nicht
- nimmt bis zu 40% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf
- wirkt im Sommer kühlend
- kann bis 95°C gewaschen werden
- kann in Glanz und Aussehen durch Mercerisieren verfeinert werden
- ist biologisch abbaubar
Negative Eigenschaften
- trocknet langsam
- Fasern quellen, die Luftporen im Gewebe schließen sich
- wenig elastisch
- nicht einlaufsicher
- neigt zum Knittern
- geringes Wärmerückhaltevermögen
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