Bademodenstoffe

 

Bademodenstoffe sind starken Belastungen ausgesetzt: Ein Badeanzug, Badehose oder Bikini soll hochelastisch, leicht und anschmiegsam sein, sich angenehm tragen lassen - ohne auf der Haut zu drücken.

Und auf keinen Fall darf das gute Teil ausleiern. Darüber hinaus verlassen sich die Schwimmer auf die Resistenz gegenüber den verschiedensten Einflüssen: vom Sonnenöl, das vor Sonnenbrand schützt bis hin zur UV-Strahlung und der Hitzeeinwirkung der Sonne.

Allen voran müssen Bademodenstoffe natürlich unempfindlich gegenüber Wasser sein, ganz egal, ob es sich um mehr oder weniger chloriertes Wasser im Hallenbad, natürliches Wasser im See oder um salziges Meerwasser handelt.

Die Entwicklung qualitativ hochwertiger Bademodenstoffe begann mit der Einführung von Lycra, der ersten Elastanfaser, die 1960 von DuPont erfunden wurde . Bis dato gab es nur Maschen- und Webstoffe, teilweise noch aus Naturfasern wie Baumwolle oder Mischungen, die sich entweder im Wasser vollgesogen haben, um dann schwer und naß am Körper zu hängen, oder solche mit relativ geringer Elastizität.

Dank der damals neuentwickelten Wunderfaser, die sich um das Achtfache ihrer ursprünglichen Länge dehnen läßt, war es auf einmal möglich, dauerhaft hochelastische, superleichte und feine Bademodenstoffe herzustellen!

Heute gibt unterschiedlichste Elastanfasern (in USA Spandex genannt), allerdings auch mit unterschiedlichster Qualität. Führende Hersteller wie DuPont und Bayer (Lycra und Dorlastan) garantieren hohe Qualität und unterziehen ihre Fasern und Produkte ständigen Tests in internen und externen Labors, um den hohen Standard beizubehalten.

Die Bedeutung, die DuPont der Qualität von Swim- und Activewear beimißt, wird im so genannten Quality Centre in Genf in der Schweiz demonstriert. Die heutigen Anforderungskriterien an Badeanzüge oder Fitness-Outfits sind im Hinblick auf Qualität, Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit wesentlich höher als bei jeder anderen Art von Kleidung. Um die Hochwertigkeit der Elastanfaser Lycra als Beimischung zu unterstreichen, hat DuPont schon sehr früh eigens Testgeräte und Anschauungsmodelle entwickelt.

Neue Stoffentwicklungen unterliegen einer stetigen Kontrolle. Stoffe, die den Qualitätskriterien nicht entsprechen und bestimmte Richtwerte nicht erreichen, dürfen nicht auf den Markt gebracht werden. Die aufwendigen Tests im Quality Centre dienen dazu, die Vorteile von Lycra gegenüber anderen Elastanfasern immer wieder unter Beweis zu stellen.

Zu den wichtigsten Testkriterien gehören

  • Elastizität
  • Formstabilität
  • Chlor- und Schimmelresistenz
  • Weißgradbeständigkeit, die direkten Einfluß auf die Brillanz der Farben und Drucke hat

Die Tests sind vielfältig:

  • Ein Test zeigt die im Labor strapazierten Stoffe nach einer simulierten Tragedauer von 48 Stunden im gechlorten Wasser,
  • ein anderer bestätigt die Resistenz von Stoffen gegenüber Vergilben, sobald sie der Sonne und den atmosphärischen Verschmutzungen ausgesetzt sind.

Die Chlorresistenz zählt bei der zunehmenden Bedeutung von Wassergymnastik und Aqua-Fitness-Programmen zu den kritischen Qualitätsfaktoren bei Swimwear. Weniger hochwertige Elastangarne büßen im gechlorten Poolwasser erheblich an Rücksprungkraft ein, was beim Badeanzug nicht nur den Verlust von guter Paßform, sondern auch ein Ausleiern um bis zu zwei Größen zur Folge hat.

Trocknet der Badeanzug nach dem Schwimmen nicht richtig, weil er in einer Plastiktasche aufbewahrt wird, können binnen weniger Stunden die Elastanfasern vom Schimmel befallen und angegriffen werden. Schimmel frißt den Stoff regelrecht auf und zerstört nicht nur die Form, sondern auch das Aussehen.

Auch wenn es ein paar Jahre gedauert hat: Die Faser Lycra (T 259B), die DuPont 1993 dem Bademodenmarkt vorgestellt hat, verfügt über eine exzellente Resistenz gegenüber den zerstörerischen Effekten von Chlor und Schimmel und erfüllt auch sonst die hohen Anforderungen an Bademode und Activewear.

 

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