Mikroporöse Beschichtungen

 

Wie bei Membranen gibt es auch bei Beschichtungen die mikroporöse und die porenlose Variante. Beide werden dünn auf ein Gewebe aufgetragen und dringen in die Zwischenräume von Kett- und Schussfäden ein.

Bei qualitativ hochwertigen Beschichtungen ist ein Ablösen (Delamieren) der Beschichtung vom Trägergewebe fast unmöglich. Die Verletzungsgefahr der empfindlichen (innen liegenden) Schicht ist bei weitem nicht so hoch wie bei Membranen.

Allerdings werden Beschichtungen wesentlich mehr strapaziert und sind deshalb nicht so lange haltbar. Wiederum sind sie um einiges preisgünstiger als Membran-Systeme.

Bei den mikroporösen Beschichtungen werden die Trägertextilien meist an der Innenseite mit einem 0,025 bis 0,05 Millimeter starken Film überzogen. Durch seine chemische Zusammensetzung und das spezielle Herstellungsverfahren bekommt der Film eine schwammige Porosität.

Die Poren sind unregelmäßig angeordnet und äußerst fein, daher die Bezeichnung mikroporös. Durch die sehr feinen Poren dringt, ähnlich wie bei mikroporösen Membranen, kein einziger Wassertropfen ein. Körperschweiß in Form von Wasserdampf kann dagegen ungehindert nach außen diffundieren.

Das Prinzip funktioniert aufgrund des Temperaturgefälles von innen nach außen, zwischen Körper- und Außenluft. Die Wassersäulen bei mikroporösen Beschichtungen liegen bei 2.000 bis 8.000 Millimetern.

touchbucherkl