Synthetische Fasern | |
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So wie sich in der Bergsteiger-Szene aus dem guten, alten Hanfseil ein High-Tech-Kunststoffseil entwickelte, ist die Bekleidung in ihrer Textur und Zusammensetzung mit der Zeit mitgegangen. Chemische Funktionsfasern haben die Sportwelt und somit den Markt erobert. Und das wegen ihren entscheidenden Vorteilen gegenüber den Naturfasern. Chemiefasern nehmen grundsätzlich so gut wie keine Feuchtigkeit in sich auf, im Gegensatz zu Baumwolle und Wolle, sind stark feuchtigkeitsleitend und quellen nicht. Durch spezielle Behandlungen können die wasseranziehenden und leitenden Eigenschaften sogar verstärkt werden. Angefangen hat die Geschichte der Funktionsfasern und die des Fleeces mit dem Faserpelz, das einem zotteligen Bärenfell ähnelte. Robustheit, hohe Wärmeisolation und Wind- und Wetterfestigkeit waren damals die gefragten Eigenschaften. Vor allem bei Fischern, Förstern, Jägern und Holzarbeitern, die tagelang draußen unterwegs sein mussten - egal, ob bei guten oder schlechten Wetterbedingungen. Kein Wunder also, dass gerade Waldarbeiter und Seeleute die ersten Träger von Faserpelz waren. Die ersten Fleecejacken und Pullover kamen vor etwa 12 bis 15 Jahren aus den USA. Bergsteiger und Trekker erkannten als erste deren funktionelle Vorteile gegenüber Naturfasern für ihre Outdoor-Aktivitäten. Der Siegeszug des Fleeces war nicht mehr aufzuhalten. Nachfolgende Materialentwicklungen schufen die Voraussetzungen für immer leichtere Ware bei gleichzeitig verbessertem Klimakomfort. Als wärmende Zwischenschicht eignen sich neben den Fleece-Oberteilen auch Funktionsgestricke aus Polyesterfasern. Sie werden innen angeraut, so dass viel Luft im Flausch eingeschlossen werden kann. Dennoch ist die Wärmeisolation etwas geringer als bei Fleece. Die Körperfeuchtigkeit leiten Funktionsgestricke genauso gut wie Fleece, aufgrund des Fasereinsatzes und der -eigenschaften. |
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