Softshells


Was genau sind Softshells?
Softshells sind keine echte Wetterschutzbekleidung für die Berge und für lange Touren, werden aber dennoch als äußere Bekleidungsschicht und zum Schutz gegen Auskühlung getragen. Softshells haben unterschiedliche textile Flächen, also miteinander kombinierte Stoffe und Materialien mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften, die sich ergänzen: Die meist weiche Innenseite nimmt Schwitzfeuchtigkeit auf und leitet sie nach außen ab. Der Außenstoff weist Wind und Nässe ab und ist zudem robust, falls man am Fels entlang streift oder an einem Ast hängen bleibt.

Betrachtet man Outdoor-Bekleidung als funktionelles Schichten-System, gehört eine Softshell-Jacke über ein wärmendes Fleeceshirt und wenn es stark regnet unter eine leichte Regenjacke. Softshells sind generell angenehm zu tragen. Sie ventilieren mehr als herkömmliche winddichte Stoffe. Das bedeutet: Sie halten so viel Wind ab, dass man nicht auskühlt, lassen aber eine begrenzte Menge Wind zur Ventilation, zum Luftaustausch hindurch. Das erhöht den Tragekomfort und bewirkt ein angenehmes frisches, aber nicht kaltes Gefühl. Manchmal sind Jacken aus Softshell auch leicht elastisch, was der Bewegungsfreiheit nur gut tut.

Die positiven Eigenschaften von Softshells:

  • extrem hohe Atmungsaktivität
  • schnelle Trocknungszeit
  • beschränkte Wind- und Wetterabweisung
  • gute Ventilation
  • variierende Wärmeisolation
  • körpernahe Passform
  • hohe Elastizität - und damit mit viel Bewegungsfreiheit
    abriebsfeste Außenseite für harten, schonungslosen Einsatz

Softshells können einen völlig unterschiedlichen Materialaufbau haben. Das kann sein:

  1. ein (relativ) winddichtes Gewebe wird mit einem Isolationsvlies, einem Futterstoff oder einem Fleece kombiniert. Dieses Softshell ist quasi zweilagig. Das ist die preiswerteste Verarbeitungsvariante mit sehr guter Atmungsaktivität.
  2. eine einschichtige, sehr robuste und elastische Webware, die auf der Innen- und auf der Außenseite unterschiedliche Ausrüstungen hat (innen mit Wickingeffekt, außen abperlend).
  3. Laminate ohne Membran. Hier werden (sehr) abriebfeste Stretchgewebe auf leichte Fleecestoffe gebondet. Dadurch entsteht leichte Isolation und ausreichende Winddichte, mit angenehmer Ventilation.
  4. Laminate mit Membran. Sie bieten den besten Wasserschutz und sind zu 100 Prozent winddicht. Dafür allerdings etwas weniger atmungsaktiv und gute Ventilation und Luftzirkulation lässt sich im Wesentlichen über die Konstruktion (Unterarm-RV's etc.) erzielen.
  5. Verkapselungstechnologie von Faserfilamenten. Das Polymer der Faser wird verändert und mit "Zusatzfunktionen" ausgerüstet. Ist eher eine Technologie für Außengewebe - und ließe sich bei allen erwähnten Varianten einsetzen.

 

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