Naturfasern


Naturfasern wie Wolle, Seide und Baumwolle waren über Jahrhunderte die gängigen Materialien für Bekleidung, insbesondere für Wäsche und Hemden.

  • Naturfaserwäsche funktioniert gut, solange wir keinen Sport treiben. Beim Trekking, Bergsteigen, Joggen, Biken und Skifahren - um nur einige Beispiele zu nennen - erreichen Naturfasern allerdings bald ihre Grenzen.
  • Sie saugen die Feuchtigkeit zwar schnell auf, geben sie aber nur langsam an die Außenluft zum Verdunsten ab.
  • Es dauert lange, bis das Material wieder trocken ist.
  • Sobald die Fasern nass werden, quellen sie so sehr, dass sich ihr Querschnitt vergrößert. Die Poren in der Maschenware und im Gewebe werden dadurch zunächst kleiner und verschließen sich dann ganz.
  • Ab diesem Zeitpunkt ist die Luftzirkulation unterbrochen. Das Textil klebt nass auf der Haut und wird kalt, sobald der Körper keine eigene Wärme mehr produziert - und das passiert vor allem in sportlichen Pausen, wie beim Liftfahren, einer Rast beim Radeln und dem Seitenwechsel beim Tennis.
  • Nasse Bekleidung ist unangenehm zu tragen und führt schnell zur Unterkühlung. Den Körper fröstelt und friert es. Er ist nicht mehr in die Lage, das Leistungsniveau zu halten, zeitgleich ist eine Erkältung nicht mehr auszuschließen.

Baumwolle
Sweatshirts aus Baumwolle sind aus der Sport- und Freizeitbekleidung nicht mehr wegzudenken. Sie sind lässig, tragen sich angenehm, sind relativ pflegeleicht und saugen schnell die Körperfeuchtigkeit auf.

Durch Beimischungen von Polyesterfasern wird die Baumwollware formstabiler, strapazier-/ scheuerfester und pflegeleichter. Zudem trocknet sie schneller und die Poren in Maschenware und Gewebe schließen sich nicht, weil die Polyesterfasern auch im nassen Zustand ihre Form behalten.

Es ist wichtig, bei sportlichen Aktivitäten das richtige Sweatshirt anzuhaben. Reine Baumwolle ist für Ausdauersport keine Ideallösung, schon gar nicht bei kalten Temperaturen oder Wind.

Wolle
Wolle war Jahrhunderte lang das wichtigste Material für wärmeisolierende Bekleidung. Der "Handgestrickte von Muttern" hat Wanderer und Skifahrer gleichermaßen vor kalten Temperaturen geschützt. Wolle ist geradezu prädestiniert für die Verarbeitung zu gestrickten Pullovern, Schals und Mützen.

Wolle ist eine hornartige Eiweißfaser namens Keratin. Sie hat eine Schuppenstruktur.

Wolle hat viele Funktionen:

  • Durch den hohen Lufteinschluss in den Wollgarnen und im Maschengestrick ist das Wärmeisolationsvermögen ungewöhnlich hoch.
  • Wolle ist in der Lage, viel Feuchtigkeit in sich aufnehmen und ist resistent gegen aggressiven Schweiß.
  • Zudem ist sie dehnbar, elastisch und formstabil, schmutzabweisend, hautsympathisch und luftdurchlässig.

Das sind viele Vorteile, denen jedoch auch einige Nachteile entgegenstehen - gerade, wenn es um ihren Einsatz im Sport geht.

  • Sie trocknet langsam,
  • hat eine geringe mechanische Belastbarkeit,
  • ist besonders im feuchten oder nassen Zustand reißempfindlich und
  • wird unangenehm kratzig, weil sich die Schuppenstruktur durch die Feuchtigkeit verändert.

Die Vorteile der Wolle werden im Sport- und Freizeitbereich genutzt, um Woll-Fleece oder Mischungen aus Wolle und Polyester herzustellen. Für Sportler, die Naturfasern bevorzugen, ist das Mischgewebe eine sinnvolle Alternative zu reinem Polyesterfleece, wenngleich es funktionelle Unterschiede gibt. Auf extremen Touren und Expeditionen ist ein Pulli aus synthetischen Fasern zuverlässiger.

 

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